Regisseur Experience
Autor Dramaturg
Dramaturgin Produktionsleiterin
Bühnenbild
Kostümbild
Technik
Maske
Abendorganisation
Über "Die Aussiedler"
Sechs Familien. Eine Tradition. Keine gemeinsame Zukunft?
Die Aussiedler, die neue immersive Produktion von NOVA im April/Mai 2027, führt das Publikum mitten hinein in eine Gemeinschaft, die seit Generationen im Schloss Vösendorf lebt. Sechs Familien verbindet ein alter Pakt: Was ihnen einst übergeben wurde, soll innerhalb der Gemeinschaft bleiben und an die nächste Generation weitergegeben werden. Doch plötzlich gerät diese Ordnung ins Wanken.
Dabei wird das Schloss Vösendorf selbst zur Bühne einer vielschichtigen, immersiven Erzählung. Das Publikum zieht gemeinsam mit den Familien zum Fest ein, begegnet ihnen in unterschiedlichen Räumen, erlebt persönliche Gespräche, Konflikte und Geheimnisse aus nächster Nähe und wird immer stärker Teil der Auseinandersetzung. In wechselnden Kleingruppen öffnen sich unterschiedliche Perspektiven der Charaktere – bis die Gäste schließlich selbst in die Verhandlungen und Entscheidungen der Gemeinschaft einbezogen werden.
Die Aussiedler erzählt von Liebe und Opfer, von Verantwortung und Freiheit, von Angst vor Veränderung und der Frage, wie viel ein Mensch einer Gemeinschaft schuldet. Dabei gibt es keine einfache Wahrheit und keine eindeutige Seite – sondern Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, Ängsten und Hoffnungen.
Directors Words
In "Die Aussiedler" begegnet das Publikum einer Gemeinschaft, die über Generationen gewachsen ist – aus einer gemeinsamen Geschichte, aus Loyalität, Ritualen und dem Versprechen, etwas weiterzutragen. Doch was passiert, wenn aus einem Geschenk irgendwann eine Verpflichtung wird? Wenn Tradition nicht nur Halt gibt, sondern beginnt, über das eigene Leben zu bestimmen? Wie schon bei "Die Irdischen" möchte ich das Publikum nicht vor eine Geschichte setzen, sondern mitten hinein. Die Gäste werden Teil des Aussiedler-Festes, begegnen den Familien, erleben Konflikte aus nächster Nähe und müssen irgendwann selbst entscheiden, welchem Wert sie mehr Bedeutung geben: Gemeinschaft oder Freiheit, Verantwortung oder Selbstbestimmung, Bewahren oder Loslassen. Dabei interessiert mich gerade das Dazwischen. In „Die Aussiedler“ gibt es für mich keine eindeutig richtige Seite.
So entsteht im Schloss Vösendorf ein Labyrinth aus Beziehungen, Geheimnissen und Entscheidungen, in dem sich die Grenzen zwischen Schauspieler und Gästen zunehmend auflösen. Am Ende geht es vielleicht weniger darum, wer Recht hat, sondern darum, was wir bereit sind aufzugeben, damit etwas anderes bestehen bleiben kann.
„Die Aussiedler“ ist für mich eine Geschichte darüber, ob wir den Mut haben dürfen, etwas zu beenden, das vorher undenkbar schien."
Lukas Rössler (Regie)
